Druckumformen
Formänderung überwiegend durch Druckspannungen, zum Beispiel Walzen oder Gesenkformen.

Tiefziehen, Metalldrücken und Stanzen im Vergleich
Umformtechnik verändert die Form eines Werkstücks, ohne seinen Stoffzusammenhalt aufzuheben. Für Blechteile vergleichen wir Geometrie, Werkstoff und Stückzahl und wählen daraus den passenden Fertigungsweg.
Umformtechnik verändert die Form eines festen Werkstücks, ohne seinen Stoffzusammenhalt aufzuheben. Masse und Werkstoff bleiben grundsätzlich erhalten; Geometrie und Werkstoffeigenschaften verändern sich durch plastische Verformung.
Die aktuelle DIN 8580:2022-12 ordnet Umformen als Hauptgruppe 2 der Fertigungsverfahren ein. Für die Praxis reicht die Normbezeichnung allein jedoch nicht: Geometrie, Werkstoff, Stückzahl, Toleranzen und Werkzeugkosten entscheiden gemeinsam über das geeignete Verfahren.
Formänderung überwiegend durch Druckspannungen, zum Beispiel Walzen oder Gesenkformen.
Kombinierte Zug- und Druckbeanspruchung; dazu zählen Tiefziehen und Metalldrücken.
Formänderung überwiegend durch Zugspannungen, etwa beim Weiten oder Längen.
Formänderung durch Biegung, zum Beispiel Abkanten, Bördeln oder Rundbiegen.
Formänderung überwiegend durch Schubspannungen, etwa beim Verschieben oder Verdrehen.
Stand: 18. Juli 2026 · Praxiswissen aus der Fertigung von MD Umformtechnik in Erfurt
Tiefgezogene oder gedrückte Töpfe, Hauben, Behälter und Wannen – Prototyp bis Serie.
Halter, Klammern, Kontakte und Gehäuseelemente aus Einzel- und Folgeverbundwerkzeugen.
Kombination aus Tiefziehen, Stanzen und Drücken – an einer Stelle gefertigt, an einer Stelle verantwortet.
Alle Angaben sind Orientierungswerte. Verbindliche Machbarkeit, Toleranzen und Stückzahlbereiche bestätigen wir nach Prüfung von Zeichnung, Werkstoff und Einsatzbedingungen.
Die folgende Gegenüberstellung dient der Vorauswahl. Eine belastbare Entscheidung ist erst nach Prüfung von Zeichnung, Werkstoff, Stückzahl und Qualitätsanforderungen möglich.
| Kriterium | Metalldrücken | Tiefziehen | Stanzen / Stanz-Biegen |
|---|---|---|---|
| Typische Geometrie | Rotationssymmetrische Teile wie Konen, Trichter, Reflektoren und Hauben | Hohlkörper mit Boden, Gehäuse, Behälter, Wannen und komplexe Ziehteile | Flachteile, Halter, Kontakte sowie kombinierte Stanz-Biege-Teile |
| Geeignete Stückzahlen | Muster, Einzelteile sowie kleine und mittlere Serien | Wiederkehrende Serien; Wirtschaftlichkeit steigt mit der Stückzahl | Wiederkehrende Serien, besonders bei hohen Ausbringungsmengen |
| Werkzeugaufwand | Vergleichsweise gering; Varianten sind häufig flexibel umsetzbar | Bauteilspezifisches Tiefziehwerkzeug und definierte Prozessschritte | Einzel-, Stanz-Biege- oder Folgeverbundwerkzeug je nach Bauteil |
| Stärke des Verfahrens | Schneller Einstieg und wirtschaftliche Variantenfertigung | Reproduzierbare Hohlkörper und komplexe Geometrien in Serie | Kurze Taktzeiten und mehrere integrierbare Bearbeitungsschritte |
| Vor der Auswahl prüfen | Rotationssymmetrie, Oberfläche, Wanddickenverlauf und Losgröße | Ziehtiefe, Radien, Werkstoff, Umformstufen und Rückfederung | Kontur, Gratseite, Biegungen, Toleranzen und Jahresbedarf |
Metalldrücken ist häufig der erste Prüfweg, wenn Muster, Einzelteile oder mehrere Geometrievarianten benötigt werden.
Metalldrücken prüfenTiefziehen ist meist der passende Ausgangspunkt für Behälter, Gehäuse oder Hauben mit reproduzierbarer Geometrie.
Tiefziehen prüfenStanzen oder ein Stanz-Biege-Werkzeug bietet sich an, wenn Kontur und Umformschritte wiederholt in der Serie entstehen sollen.
Stanzen prüfenBei kombinierten Bauteilen entscheidet die gesamte Prozessfolge. Eigener Werkzeugbau verkürzt dabei die Abstimmung zwischen Werkzeug und Serie.
Werkzeugbau ansehenNicht jeder Stanzschritt ist Umformen. Ausschneiden und Lochen gehören normativ zum Trennen, während Biegen, Prägen oder Ziehen Umformvorgänge sind. In der industriellen Stanztechnik werden diese Operationen häufig in einem Werkzeug kombiniert. Deshalb sprechen Anbieter im Alltag von Stanz- und Umformtechnik.
Die Beispiele zeigen den ersten Prüfweg und sind keine pauschale Machbarkeits- oder Preiszusage.
Bei rotationssymmetrischer Geometrie und mehreren Durchmessern wird zunächst Metalldrücken bewertet, weil Varianten oft mit geringerem Werkzeugaufwand möglich sind.
Bei einem Hohlkörper mit definierten Radien und wiederkehrendem Bedarf wird Tiefziehen einschließlich Werkzeugkonzept und notwendiger Ziehstufen geprüft.
Für wiederkehrende Mengen wird bewertet, ob Schneiden und Biegen in einem Stanz-Biege- oder Folgeverbundwerkzeug kombiniert werden können.
Wir vergleichen geeignete Fertigungswege und benennen nach der technischen Prüfung Annahmen, Werkzeugbedarf und den projektbezogenen Ablauf.
Für eine belastbare Verfahrenswahl betrachten wir nicht nur die Form des Bauteils. Werkstoff, Materialdicke, Funktionsmaße, Oberfläche, Losgröße und Jahresbedarf bestimmen gemeinsam, ob ein werkzeugarmes Verfahren oder ein serienorientiertes Werkzeugkonzept wirtschaftlicher ist.
Wenn das Verfahren noch offen ist, genügt für den Einstieg eine Zeichnung, 3D-Datei oder Skizze. Über die Verfahrensberatung können Sie Ihre Unterlagen direkt hochladen. Nach der technischen Prüfung benennen wir Annahmen, Werkzeugbedarf und den projektbezogenen Ablauf.
Werkzeugkonzept, Bau, Bemusterung und Anpassung werden in unserem Werkzeugbau mit der Fertigung abgestimmt. Das ist besonders wichtig, wenn sich beim Tryout Radien, Niederhalterkräfte oder einzelne Prozessschritte als anpassungsbedürftig erweisen.
Je nach Aufgabe entstehen Tiefziehwerkzeuge, Stanzwerkzeuge oder Folgeverbundwerkzeuge. Wartung und Änderungen können ebenfalls am Fertigungsstandort Erfurt eingeplant werden.
Wir fertigen für Anwendungen in Automotive, Medizintechnik, Elektrotechnik, Beleuchtung und Maschinenbau. Prüf-, Dokumentations- und Lieferanforderungen werden für das jeweilige Projekt festgelegt.
Senden Sie uns Ihre Zeichnung. Wir vergleichen geeignete Umformverfahren und benennen nach technischer Prüfung Kosten, Annahmen und einen projektbezogenen Terminplan.
Wir prüfen Geometrie, Werkstoff und Stückzahl und empfehlen das wirtschaftlichste Verfahren.
Konstruktion und Bau im eigenen Werkzeugbau – Tiefzieh-, Stanz- oder Folgeverbundwerkzeug.
Tryout, Musterung, Messprotokoll und auf Wunsch Erstmusterprüfbericht VDA.
Serienfertigung in Erfurt mit dokumentierter QS und flexibler Logistik.
Umformtechnik umfasst Fertigungsverfahren, die die Form eines festen Werkstücks plastisch verändern, ohne seinen Stoffzusammenhalt aufzuheben. Nach DIN 8580 gehört Umformen zur Hauptgruppe 2 der Fertigungsverfahren.
Die Umformtechnik wird nach der vorherrschenden Beanspruchung in Druckumformen, Zugdruckumformen, Zugumformen, Biegeumformen und Schubumformen gegliedert. Für unsere Blechfertigung sind insbesondere Tiefziehen, Metalldrücken, Biegen und Prägen relevant.
Teilweise. Ausschneiden und Lochen gehören zum Trennen. Biegen, Prägen und Ziehen sind Umformvorgänge. In Stanz-Biege- und Folgeverbundwerkzeugen werden trennende und umformende Schritte häufig kombiniert.
Das hängt vor allem von Geometrie, Werkstoff, Materialdicke, Stückzahl, Toleranzen und Oberfläche ab. Metalldrücken eignet sich häufig für rotationssymmetrische Varianten, Tiefziehen für Hohlkörper in Serie und Stanzen für wiederkehrende Flach- und Biegeteile.
Ja. MD Umformtechnik fertigt Blechteile nach Zeichnung oder Bauteilbeschreibung. Tiefziehen, Metalldrücken, Stanzen, Werkzeugbau, Bemusterung und Serienfertigung werden am Standort Erfurt abgestimmt.
Hilfreich sind Zeichnung oder Skizze, Werkstoff, Materialdicke, Los- und Jahresmenge, Funktionsmaße, Toleranzen, Oberflächenanforderungen und der gewünschte Termin. Fehlende Angaben klären wir in der technischen Prüfung.
Beschreiben Sie Ihr Bauteil und laden Sie bei Bedarf eine Zeichnung hoch. Wir prüfen Ihre Angaben persönlich und melden uns mit einer technischen Einschätzung.
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