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Napfziehen – Tiefziehen rotationssymmetrischer Näpfe bei MD Umformtechnik in Erfurt
MD Umformtechnik · Erfurt

Napfziehen – Tiefziehen rotationssymmetrischer Näpfe

Becher, Töpfe, Hülsen – Prototyp bis Serie

Napfziehen ist die klassische Grundoperation des Tiefziehens: aus einer kreisrunden Ronde wird in einem Hub ein Napf mit Boden geformt. Wir fertigen Näpfe in Stahl, Edelstahl, Aluminium und NE-Metallen – auf eigenen Werkzeugen in Erfurt.

Seit 2005
Fertigung in Erfurt
Eigener
Werkzeugbau im Haus
Persönlich
technisch geprüft
Typische Bauteile

Was wir für Sie fertigen

Becher und Hülsen

Zylindrische Hohlkörper mit Boden – als Halbzeug oder einbaufertiges Bauteil.

Tiefe Näpfe

Mehrstufig nachgezogene Näpfe für tiefe Geometrien jenseits des Erstzug-Ziehverhältnisses.

Halbzeuge für Folgeoperationen

Gezogene Näpfe als Vormaterial für Bördeln, Bodenprägen, Lochen oder Schweißen.

Materialien

Werkstoffe, die wir verarbeiten

  • Tiefziehstähle DC04, DC05, DC06
  • Edelstahl 1.4301, 1.4404
  • Aluminium EN AW-1050, 5754
  • Kupfer, Messing
Toleranzen & Stückzahlen

Womit Sie rechnen können

Ziehverhältnis β
bis 2,1 im Erstzug
Blechdicke
0,3 – 4,0 mm
Maßtoleranz
ab 0,2 mm
Stückzahlen
ab 500 Stück

Alle Angaben sind Orientierungswerte. Verbindliche Machbarkeit, Toleranzen und Stückzahlbereiche bestätigen wir nach Prüfung von Zeichnung, Werkstoff und Einsatzbedingungen.

Napfziehen – die Grundoperation des Tiefziehens

Napfziehen ist die einfachste und gleichzeitig wichtigste Operation im Tiefziehen. Aus einer kreisrunden Blechronde entsteht zwischen Stempel, Ziehring und Niederhalter ein rotationssymmetrischer Napf mit konstanter Wandstärke. Aus diesem Napf können in Folgeoperationen tiefere Hohlkörper, abgesetzte Geometrien oder geprägte Böden entstehen.

Das Verfahren ist seit Jahrzehnten etabliert und gut beherrscht – die Kunst liegt in der Werkzeugauslegung. Niederhalterkraft, Ziehspalt, Stempelradius und Schmierung bestimmen, ob die Wandstärke konstant bleibt und keine Falten entstehen.

Was bestimmt das maximale Ziehverhältnis?

Das Ziehverhältnis β beschreibt das Verhältnis aus Rondendurchmesser zu Stempeldurchmesser. Im Erstzug liegt das maximale β je nach Werkstoff zwischen 1,8 und 2,1 – darüber reißt der Napfboden. Tiefere Näpfe werden in mehreren Zügen geformt, mit jeweils kleinerem Durchmesser im Folgezug.

Wir legen die Zugfolge anhand Ihrer Zielgeometrie aus und prüfen sie vor dem Werkzeugbau auf Machbarkeit. Bei kritischen Geometrien empfehlen wir oft, zunächst ein Muster per Metalldrücken zu fertigen – das spart Werkzeugkosten und gibt eine schnelle Designvalidierung.

Anwendungen in der Praxis

Gezogene Näpfe sind das Halbzeug für unzählige Anwendungen: Batteriebecher, Behältnisse, Topfgehäuse, Hülsen für Schraubverbindungen, Stoßdämpferböden, Reflektoren-Grundkörper. Wir fertigen sie aus Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer und Messing.

Häufig folgen Operationen wie Beschneiden, Lochen oder Bodenprägen direkt im Anschluss – integriert in den Fertigungsablauf. Bei höheren Stückzahlen lassen sich Napfziehen und Folgeoperationen in einem Folgeverbundwerkzeug kombinieren.

Wirtschaftlichkeit

Napfziehen ist ab ca. 500–1.000 Stück pro Jahr wirtschaftlich. Darunter ist Metalldrücken meist günstiger, weil keine Werkzeugkosten anfallen. Ab fünfstelligen Mengen ist Folgeverbund die wirtschaftlichste Variante – inklusive aller Folgeoperationen in einem Hub.

Senden Sie Zeichnung, Werkstoff und Zielmenge. Wir prüfen das passende Verfahren und weisen Werkzeug- und Stückkosten im projektbezogenen Angebot getrennt aus.

Ablauf

In 4 Schritten zum Bauteil

  1. 01

    Rondenzuschnitt

    Kreisronde aus Coil oder Tafel – maßgenau abgestimmt auf die Napfgeometrie.

  2. 02

    Erstzug

    In einem Hub wird die Ronde zwischen Niederhalter und Ziehring zum Napf umgeformt.

  3. 03

    Nachziehoperationen

    Bei tiefen Näpfen folgen Weiterzüge – jeweils mit verkleinertem Durchmesser.

  4. 04

    Folgeoperationen

    Beschneiden, Lochen, Bördeln, Prägen – auf Wunsch direkt im Haus.

Häufige Fragen

Was Einkäufer am häufigsten fragen

Was ist Napfziehen?

Napfziehen ist die Grundoperation des Tiefziehens: Aus einer kreisrunden Blechronde wird zwischen Stempel, Ziehring und Niederhalter ein rotationssymmetrischer Napf mit Boden geformt. Es ist der Ausgangspunkt für die meisten tiefen Hohlkörper.

Wie tief lässt sich in einem Zug napfziehen?

Das Ziehverhältnis β (Rondendurchmesser geteilt durch Stempeldurchmesser) liegt im Erstzug typisch bei 1,8–2,1 – abhängig vom Werkstoff. Tiefere Näpfe entstehen durch Nachziehoperationen.

Welche Werkstoffe eignen sich für Napfziehen?

Sehr gut: Tiefziehstähle DC04/05/06, Reinaluminium, weiches Kupfer. Gut: Edelstahl 1.4301, AlMg-Legierungen. Eingeschränkt: höherfeste Aluminiumlegierungen, ausscheidungshärtbare Stähle.

Was kostet ein gezogener Napf?

Werkzeug- und Stückkosten hängen von Durchmesser, Ziehtiefe, Werkstoff, Toleranzen und Zielmenge ab. Eine belastbare Kalkulation entsteht nach Zeichnungsprüfung.

Können Sie auch Folgeoperationen?

Ja. Beschneiden, Lochen, Bördeln, Bodenprägen, Gewinden und einfache Montage integrieren wir in den Fertigungsablauf – damit der Napf einbaufertig den Versand verlässt.

Bereit für Ihre Anfrage?

Beschreiben Sie Ihr Bauteil und laden Sie bei Bedarf eine Zeichnung hoch. Wir prüfen Ihre Angaben persönlich und melden uns mit einer technischen Einschätzung.