- Stahl
- Tiefziehgüte gezielt festlegen
- Edelstahl
- Beständigkeit und Oberfläche
- NE-Metalle
- Gewicht, Leitfähigkeit oder Optik
- Bestellangabe
- Güte, Norm, Dicke, Zustand

Entscheidungshilfe
Werkstofffamilien für Tiefziehteile
| Kriterium | Typischer Vorteil | Vor der Freigabe prüfen |
|---|---|---|
| Tiefziehstahl | Gute Umformbarkeit und Wirtschaftlichkeit | Korrosionsschutz und Oberfläche |
| Edelstahl | Beständigkeit und Sichtqualität | Medium, Kaltverfestigung und Nacharbeit |
| Aluminium | Geringes Gewicht | Legierung, Zustand und Oberflächenschutz |
| Kupfer/Messing | Leitfähigkeit oder dekorative Optik | Legierung, Oberfläche und Materialpreis |
Tiefziehgüten für Stahl und Edelstahl
Tiefziehgüten wie DC04 und DC06 sind speziell für die Umformung entwickelt. Sie sind preiswert, sehr gut tiefziehbar und für die meisten technischen Anwendungen ausreichend.
Edelstahl – Korrosionsbeständigkeit und Optik
1.4301 (V2A) ist die Standardwahl, 1.4404 (V4A) bei höherer Korrosionsbelastung. Edelstahl ist polierfähig, sterilisierbar und ideal für Medizin-, Lebensmittel- und Apparatebauteile.
Aluminium – leicht und korrosionsbeständig
Aluminium ist leichter als Stahl, gut leitfähig und korrosionsbeständig. EN AW-5754 ist sehr gut tiefziehbar, EN AW-6082 hochfest. Bei dickeren Wandstärken oder tiefen Geometrien ist Aluminium anspruchsvoller als Stahl.
Kupfer und Messing – Leitfähigkeit und Optik
Cu-DHP und Cu-ETP eignen sich für elektrotechnische Bauteile und Wärmetauscher. Messinglegierungen wie CuZn30 und CuZn37 sind sehr gut tiefziehbar und werden gerne im Design- und Sanitärbereich eingesetzt.
Worauf Einkäufer achten sollten
Gute Tiefziehbarkeit hängt nicht nur vom Werkstoff, sondern auch von der Lieferqualität ab. Empfehlung für die Anfrage:
- Werkstoffgüte mit Norm angeben (z. B. DC04 nach EN 10130)
- Wenn nötig, Werkstoffzeugnis 3.1 nach EN 10204 verlangen
- Beschichtung / Oberfläche separat aufführen (z. B. verzinkt, eloxiert)